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Samstag, 18. November 2017
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Nautineum
Entdeckung vom 24. Dezember 2011

Entdeckung Nr.358

Den Weihnachtsbaum immer dabei

Weihnachten als Fest der Familie ist für viele Seeleute oft nur eine schöne Vision oder Erinnerung. Wenn ihr Beruf sie auf hohe See verbannt, sind solche Feiertage, die andere zusammenführen, für die Männer und Frauen manchmal eine schwere Bürde. Ihre Familien sind weit weg. Um sich dann zumindest mit ein wenig Weihnachtsstimmung zu umgeben, werden vorsorglich Geschenke, Weihnachtsbäume und andere Festutensilien mit an Bord genommen.      

 

Insbesondere mit den Weihnachtsbäumen wird eine schon lange Tradition gepflegt. Denn es kommen gleich zwei davon zum Einsatz. Ein Baum steht festlich geschmückt in der Messe und erfreut die Mannschaft, der andere wird hoch oben am Mast oder deutlich sichtbar an einer erhöhten Stelle angebracht. Es ist wie ein weiter Gruß über See und soll anderen Schiffen anzeigen, dass man trotz der Ferne zur Heimat an Weihnachten denkt. 

 

Die Gewohnheit, Schiffe so zu schmücken, kam in der kaiserlichen Marine auf. Mit an Bord gebracht wurde er von Seeleuten aus dem Erzgebirge, wo es seit dem 17. Jahrhundert in den Häusern üblich war, Tannenbäume zur Weihnachtszeit festlich bunt zu gestalten. Von den deutschen Matrosen ging der Brauch um die Welt.  

 

Was machte man jedoch, wenn gerade mal kein Baum zur Hand war? In diesem Fall zeigten sich die Seeleute findig und kreativ und bastelten eben selbst einen. Zur Anwendung kam dabei alles Brauchbare: Besenstiele, Taue und zum Schluss grüne Farbe.  

        

Wie die Schiffe auf See oder im Hafen bekommen auch die Museumskutter ADOLPH REICHWEIN am Katharinenkloster, die MARGARETHE im NAUTINEUM und die PENCK vor dem OZEANEUM stets ihren grünen Baum und zeugen so davon, wie die Weihnachtszeit auf See verbracht wird.


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